"Die Freideutsche Jugend will nach eigener Bestimmung,
vor eigener Verantwortung, in innerer Wahrhaftigkeit ihr Leben gestalten.
Für diese innere Freiheit tritt sie unter allen Umständen geschlossen ein."

Bericht Südfahrt 2011

Vollmond erhellt die Nacht und beleuchtet die vor uns liegenden Wiesen und Felder. Obwohl es bis Mitternacht nicht mehr weit ist, ist alles gut zu sehen. Der Himmel ist glasklar. Vom durchwachsenen Wetter der letzten Tage nichts zu spüren. Es geht kein Wind. Bis auf uns ist alles still.

 

Wir haben den ersten Anstieg durch ein kurzes Waldstück hinter uns. Kurze Zeit später findet der Erkundungstrupp den kleinen Steinbruch wieder, an den er sich erinnert hat und unser Plan, in dieser Nacht nur drei bis vier Kilometer zurückzulegen, geht erwartungsgemäß auf. Zwischen den steilen und ehrfurchtgebietenden Wänden des Bruchs gibt es den ersten Kreis am Feuer und ein spätes Mahl.

Auch der Rest der Nacht bleibt ohne Regen und der späten Ruhe folgt ein später Aufbruch. Doch zum Glück ist das Einzige, das uns zur Eile drängen könnte, nicht aufgelegt uns die Fahrt zu vermiesen. Das Wetter wird bis zum Abend halten und wir erleben einen schönen, warmen Tag im Nördlinger Rieß.

Unserem Fährtenleser pinsel folgen wir, vorbei an der Ruine Niederhaus, in den Wald und erreichen einen halben Tag später (rechtzeitig zum Beginn der Regenzeit) den Lagerplatz. Das Begrüßungsteam hat alles vorbereitet, so dass nach zwei schnell gestellten Kohten und bei strömendem Regen, die warme Soljanka genossen werden kann. Während der ganzen abendlichen Aufregung gelingt es uns durch intensive Kreativrunden (jeder hat einen anderen Vorschlag) tatsächlich die Funktionsweise von Joe’s Samowar zu entschlüsseln und ihn für eine lange, verregnete Nacht in der Jurte bereitzumachen. Die erste Idee für unser Café der Kulturen ist damit geboren…

Leider, muss man sagen, ist damit schon die einzige oder größte Bereicherung des Wochenendes für die Meissner-Planung aufgezählt. Durch viele unglückliche Umstände mussten viele der Organisatoren absagen. Noch entscheidender waren allerdings Probleme mit der Anmeldung, so dass nur wenige in den Bünden erreicht wurden und sich damit unsere Intention, möglichst viele mit Meissner-Informationen zu versorgen, nicht verwirklichen ließ. Alternativpläne hierzu wurden allerdings direkt angedacht.

Und außerdem: Die ersten Straßen sind im Namen des Südforums begangen worden. Für alle Wanderer und Samowar-Ingenieure war es ein ausgelassenes und fröhliches Wochenende, das direkt nach dem Abbau des zwischenzeitlich getrockneten Zeltmaterials, mit erneutem Regen endete. Soweit war also alles perfekt…

alex